Werbehinweis: Dieser Ratgeber enthält Affiliate-Links (mit * gekennzeichnet). Kaufst du darüber ein, erhalten wir eine kleine Provision – der Preis ändert sich für dich nicht. Unsere Empfehlungen beeinflusst das nicht. Mehr dazu
Zahnstein, Mundgeruch und entzündetes Zahnfleisch gehören zu den häufigsten Gesundheitsproblemen bei Hunden. Bereits viele junge Hunde haben Belag auf den Zähnen. Unbehandelt können Zahnfleischentzündungen schmerzhaft werden und Zähne lockern. Die gute Nachricht: Regelmäßige Zahnpflege zu Hause kann viel verhindern – und die meisten Hunde gewöhnen sich mit etwas Geduld daran.
- Zähneputzen ist die wirksamste Zahnpflege – idealerweise täglich, mindestens mehrmals pro Woche.
- Nur Hundezahnpasta verwenden, niemals Zahnpasta für Menschen.
- Kauartikel und Zahnpflegespielzeug ergänzen das Putzen, ersetzen es aber nicht.
- Regelmäßige Kontrolle beim Tierarzt, Zahnstein lässt sich nur dort entfernen.
Warum Zahnpflege beim Hund so wichtig ist
Auf den Zähnen bildet sich ständig ein weicher Belag (Plaque) aus Bakterien. Wird er nicht entfernt, verhärtet er innerhalb weniger Tage zu Zahnstein. Zahnstein reizt das Zahnfleisch, es entzündet sich, zieht sich zurück – und im schlimmsten Fall lockern sich Zähne. Zahnpflege setzt beim weichen Belag an, bevor er hart wird.
Starker Mundgeruch, rotes oder blutendes Zahnfleisch, braune Beläge, einseitiges Kauen oder Futterverweigerung können auf Zahnprobleme hinweisen. Lass deinen Hund dann tierärztlich untersuchen.
Das brauchst du
- Zahnbürste: Spezielle Hundezahnbürsten haben einen gebogenen Griff und unterschiedlich große Köpfe. Fingerlinge aus Silikon sind für den Einstieg angenehm.
- Hundezahnpasta: Enzymatische Zahnpasten unterstützen den Abbau von Belag und schmecken nach Geflügel oder Leber – viele Hunde mögen sie.
Virbac C.E.T. enzymatische Zahnpasta
Passt zu: Alle Hunde, die regelmäßig Zähne geputzt bekommen.
Enzymatische Zahnpasta für Hunde, die den Abbau von Belag unterstützt. Muss nicht ausgespült werden und schmeckt vielen Hunden.
- Enzymatische Wirkung
- Von vielen Tierarztpraxen empfohlen
- Kein Schaum
- Teurer als einfache Zahnpasten
Vetocanis Zahnpflege-Set
Passt zu: Halter, die mit der Zahnpflege beginnen.
Starterset mit Zahnbürste, Zahnpasta und Massagebürste für den Finger.
- Alles für den Einstieg
- Günstig
- Einfache Bürsten
Canosept Zahnpflege-Set (3-teilig)
Passt zu: Hunde, die behutsam an Zähneputzen gewöhnt werden sollen.
Set aus Zahnbürste, Zahnpasta und Fingerling – praktisch für die schrittweise Gewöhnung.
- Mit Fingerling für den Einstieg
- Deutsche Marke
- Teurer als Basissets
Eine günstige Alternative ist die Zahnpasta von Beaphar mit Lebergeschmack.
Menschliche Zahnpasta enthält oft Fluorid in höheren Mengen und manchmal Xylit, das für Hunde giftig ist. Außerdem schäumt sie, und Hunde schlucken sie hinunter. Verwende ausschließlich Zahnpasta für Hunde.
Gewöhnung in sechs Schritten
- Lippen anheben: Hebe kurz die Lefzen an und belohne. Mehrmals täglich, wenige Sekunden.
- Zahnpasta probieren lassen: Lass deinen Hund etwas Zahnpasta vom Finger ablecken.
- Mit dem Finger reiben: Fahre mit dem Finger (oder Fingerling) und etwas Zahnpasta über die Außenseiten der Eckzähne.
- Zahnbürste einführen: Zuerst nur die vorderen Zähne, mit kleinen kreisenden Bewegungen.
- Nach hinten arbeiten: Die Backenzähne sind am wichtigsten – dort bildet sich am meisten Zahnstein.
- Ausdehnen: Nach einigen Wochen dauert das Putzen etwa ein bis zwei Minuten.
Die Innenseiten der Zähne werden durch die Zunge vergleichsweise gut gereinigt. Konzentriere dich auf die Außenflächen – besonders der oberen Backenzähne.
Kauartikel und Zahnpflegespielzeug
Kauen hat einen mechanischen Reinigungseffekt. Spielzeuge mit Noppen wie der Trixie Denta Fun Ball oder Naturkauartikel wie Ochsenziemer können die Zahnpflege unterstützen. Sie ersetzen aber das Zähneputzen nicht.
Häufige Fragen
Wie oft sollte ich die Zähne meines Hundes putzen?
Ideal ist tägliches Putzen. Wenn das nicht klappt, sind drei- bis viermal pro Woche deutlich besser als gar nicht.
Kann ich Zahnstein beim Hund selbst entfernen?
Harter Zahnstein sollte nur tierärztlich entfernt werden, meist unter Narkose. Selbst kratzen kann den Zahnschmelz und das Zahnfleisch verletzen.
Helfen Zahnpflegesnacks?
Sie können unterstützen, ersetzen aber das Zähneputzen nicht. Achte außerdem auf die Kalorien – Zahnpflegesnacks sollten von der Tagesration abgezogen werden.




