Zahnpflege beim Hund: Zähne putzen, Zahnpasta & Kauartikel

Hund gähnt und zeigt seine Zähne

Foto: aussiegall from sydney, Australia, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons (zugeschnitten)

Pflege & GesundheitAktualisiert am 2 Min. Lesezeit

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Zahnstein, Mundgeruch und entzündetes Zahnfleisch gehören zu den häufigsten Gesundheitsproblemen bei Hunden. Bereits viele junge Hunde haben Belag auf den Zähnen. Unbehandelt können Zahnfleischentzündungen schmerzhaft werden und Zähne lockern. Die gute Nachricht: Regelmäßige Zahnpflege zu Hause kann viel verhindern – und die meisten Hunde gewöhnen sich mit etwas Geduld daran.

Kurz gesagt
  • Zähneputzen ist die wirksamste Zahnpflege – idealerweise täglich, mindestens mehrmals pro Woche.
  • Nur Hundezahnpasta verwenden, niemals Zahnpasta für Menschen.
  • Kauartikel und Zahnpflegespielzeug ergänzen das Putzen, ersetzen es aber nicht.
  • Regelmäßige Kontrolle beim Tierarzt, Zahnstein lässt sich nur dort entfernen.
Zahnpasta
Virbac C.E.T.Alle Hunde, die regelmäßig Zähne geputzt bekommen.Details ansehen
Starterset
Vetocanis SetHalter, die mit der Zahnpflege beginnen.Details ansehen
Komplettset
Canosept SetHunde, die behutsam an Zähneputzen gewöhnt werden sollen.Details ansehen

Warum Zahnpflege beim Hund so wichtig ist

Auf den Zähnen bildet sich ständig ein weicher Belag (Plaque) aus Bakterien. Wird er nicht entfernt, verhärtet er innerhalb weniger Tage zu Zahnstein. Zahnstein reizt das Zahnfleisch, es entzündet sich, zieht sich zurück – und im schlimmsten Fall lockern sich Zähne. Zahnpflege setzt beim weichen Belag an, bevor er hart wird.

Warnzeichen erkennen

Starker Mundgeruch, rotes oder blutendes Zahnfleisch, braune Beläge, einseitiges Kauen oder Futterverweigerung können auf Zahnprobleme hinweisen. Lass deinen Hund dann tierärztlich untersuchen.

Das brauchst du

  • Zahnbürste: Spezielle Hundezahnbürsten haben einen gebogenen Griff und unterschiedlich große Köpfe. Fingerlinge aus Silikon sind für den Einstieg angenehm.
  • Hundezahnpasta: Enzymatische Zahnpasten unterstützen den Abbau von Belag und schmecken nach Geflügel oder Leber – viele Hunde mögen sie.
Enzymatische Zahnpasta

Virbac C.E.T. enzymatische Zahnpasta

Passt zu: Alle Hunde, die regelmäßig Zähne geputzt bekommen.

Enzymatische Zahnpasta für Hunde, die den Abbau von Belag unterstützt. Muss nicht ausgespült werden und schmeckt vielen Hunden.

Das spricht dafür
  • Enzymatische Wirkung
  • Von vielen Tierarztpraxen empfohlen
  • Kein Schaum
Das solltest du wissen
  • Teurer als einfache Zahnpasten
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Starterset

Vetocanis Zahnpflege-Set

Passt zu: Halter, die mit der Zahnpflege beginnen.

Starterset mit Zahnbürste, Zahnpasta und Massagebürste für den Finger.

Das spricht dafür
  • Alles für den Einstieg
  • Günstig
Das solltest du wissen
  • Einfache Bürsten
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Canosept Zahnpflege-Set (3-teilig)

Passt zu: Hunde, die behutsam an Zähneputzen gewöhnt werden sollen.

Set aus Zahnbürste, Zahnpasta und Fingerling – praktisch für die schrittweise Gewöhnung.

Das spricht dafür
  • Mit Fingerling für den Einstieg
  • Deutsche Marke
Das solltest du wissen
  • Teurer als Basissets
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Eine günstige Alternative ist die Zahnpasta von Beaphar mit Lebergeschmack.

Keine Zahnpasta für Menschen

Menschliche Zahnpasta enthält oft Fluorid in höheren Mengen und manchmal Xylit, das für Hunde giftig ist. Außerdem schäumt sie, und Hunde schlucken sie hinunter. Verwende ausschließlich Zahnpasta für Hunde.

Gewöhnung in sechs Schritten

  1. Lippen anheben: Hebe kurz die Lefzen an und belohne. Mehrmals täglich, wenige Sekunden.
  2. Zahnpasta probieren lassen: Lass deinen Hund etwas Zahnpasta vom Finger ablecken.
  3. Mit dem Finger reiben: Fahre mit dem Finger (oder Fingerling) und etwas Zahnpasta über die Außenseiten der Eckzähne.
  4. Zahnbürste einführen: Zuerst nur die vorderen Zähne, mit kleinen kreisenden Bewegungen.
  5. Nach hinten arbeiten: Die Backenzähne sind am wichtigsten – dort bildet sich am meisten Zahnstein.
  6. Ausdehnen: Nach einigen Wochen dauert das Putzen etwa ein bis zwei Minuten.
Außenseiten genügen

Die Innenseiten der Zähne werden durch die Zunge vergleichsweise gut gereinigt. Konzentriere dich auf die Außenflächen – besonders der oberen Backenzähne.

Kauartikel und Zahnpflegespielzeug

Kauen hat einen mechanischen Reinigungseffekt. Spielzeuge mit Noppen wie der Trixie Denta Fun Ball oder Naturkauartikel wie Ochsenziemer können die Zahnpflege unterstützen. Sie ersetzen aber das Zähneputzen nicht.

Häufige Fragen

Wie oft sollte ich die Zähne meines Hundes putzen?

Ideal ist tägliches Putzen. Wenn das nicht klappt, sind drei- bis viermal pro Woche deutlich besser als gar nicht.

Kann ich Zahnstein beim Hund selbst entfernen?

Harter Zahnstein sollte nur tierärztlich entfernt werden, meist unter Narkose. Selbst kratzen kann den Zahnschmelz und das Zahnfleisch verletzen.

Helfen Zahnpflegesnacks?

Sie können unterstützen, ersetzen aber das Zähneputzen nicht. Achte außerdem auf die Kalorien – Zahnpflegesnacks sollten von der Tagesration abgezogen werden.

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