Hundebürste & Fellpflege: Die richtige Bürste für jeden Felltyp

Schäferhund wird auf der Wiese gebürstet

Foto: U.S. Army photo by Sgt. 1st Class Tanisha Karn, Public domain, via Wikimedia Commons (zugeschnitten)

Pflege & GesundheitAktualisiert am 3 Min. Lesezeit

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Regelmäßiges Bürsten entfernt lose Haare, verhindert Verfilzungen, verteilt die hauteigenen Fette und ist nebenbei ein wunderbares Bindungsritual. Doch die falsche Bürste kann mehr schaden als nützen: Ein Unterwollrechen am Kurzhaarhund kratzt, eine weiche Bürste kommt bei dichter Unterwolle nicht durch. Hier erfährst du, welche Bürste zu welchem Felltyp passt.

Kurz gesagt
  • Viel Unterwolle (Husky, Schäferhund, Retriever): Unterwollrechen oder FURminator im Fellwechsel.
  • Langhaar und Locken (Doodle, Spaniel, Yorkshire): Zupfbürste plus Kamm gegen Verfilzungen.
  • Kurzhaar (Labrador, Boxer, Dackel): Gumminoppenhandschuh oder weiche Bürste genügen meist.
Fellwechsel
FURminator KurzhaarKurzhaarige Hunde mit Unterwolle (z. B. Labrador, Mops).Details ansehen
Unterwolle
UnterwollrechenHunde mit dichter Unterwolle und mittellangem bis langem Fell.Details ansehen
Langhaar
ZupfbürsteLanghaarige und lockige Hunde.Details ansehen

Welche Bürste für welches Fell?

FelltypBeispieleGeeignete Bürste
Kurzhaar ohne UnterwolleBoxer, Dobermann, WeimaranerGumminoppenbürste, weiche Borstenbürste
Kurzhaar mit UnterwolleLabrador, Mops, BeagleFURminator Kurzhaar, Gumminoppenbürste
Stockhaar mit dichter UnterwolleSchäferhund, Husky, Golden RetrieverUnterwollrechen, FURminator Langhaar
LanghaarCollie, Berner Sennenhund, SpanielZupfbürste, Kamm, Unterwollrechen
Locken/WollePudel, Doodle, BichonZupfbürste mit langen Pins, Kamm
RauhaarTerrier, RauhaardackelTrimmmesser/Trimmen, Zupfbürste

Unsere Empfehlungen

Für den Fellwechsel: FURminator

Der FURminator ist ein Entfilzungs- und Ausdünnwerkzeug mit feiner Edelstahlklinge, die lose Unterwolle herauszieht, ohne das Deckhaar zu schneiden. Es gibt ihn in Größen und für Kurz- oder Langhaar.

Für Kurzhaar mit Unterwolle

FURminator deShedding-Tool Kurzhaar (M)

Passt zu: Kurzhaarige Hunde mit Unterwolle (z. B. Labrador, Mops).

Ausdünnwerkzeug mit feiner Edelstahlklinge, die lose Unterwolle entfernt, ohne das Deckhaar zu schneiden. Mit Auswurfknopf zum Entfernen der Haare. Ideal im Fellwechsel.

Das spricht dafür
  • Entfernt sehr viel lose Unterwolle
  • Auswurfknopf
  • In Größen und Felllängen
Das solltest du wissen
  • Nicht für Hunde ohne Unterwolle
  • Sparsam einsetzen
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Für Hunde mit langem Fell gibt es den FURminator Langhaar mit längeren Zähnen.

Sparsam einsetzen

Ausdünnwerkzeuge wie der FURminator sind für den Fellwechsel gedacht, nicht für die tägliche Pflege. Zu häufiges oder zu kräftiges Bürsten kann Haut reizen und das Deckhaar schädigen. Bei Hunden ohne Unterwolle (z. B. Pudel, Malteser) ist er ungeeignet.

Unterwollrechen

Ein Unterwollrechen mit zwei Zahnreihen löst Unterwolle und kleine Knoten. Er ist sanfter als Ausdünnwerkzeuge und für regelmäßige Pflege geeignet.

Candure Unterwollrechen, doppelseitig

Passt zu: Hunde mit dichter Unterwolle und mittellangem bis langem Fell.

Rechen mit zwei Zahnreihen – eine Seite für Knoten und Verfilzungen, die andere zum Ausdünnen der Unterwolle.

Das spricht dafür
  • Zwei Seiten für verschiedene Aufgaben
  • Günstig
  • Sanfter als Ausdünnklingen
Das solltest du wissen
  • Bei kurzem Fell ungeeignet
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Zupfbürste für Langhaar und Locken

Eine Zupfbürste hat viele feine Drahtstifte und eignet sich für langes, lockiges oder dichtes Fell. Selbstreinigende Modelle lassen die Haare per Knopfdruck abstreifen.

pecute selbstreinigende Zupfbürste

Passt zu: Langhaarige und lockige Hunde.

Zupfbürste mit feinen Drahtstiften, die sich per Knopfdruck von Haaren befreien lässt.

Das spricht dafür
  • Selbstreinigend
  • Für viele Felltypen
  • Günstig
Das solltest du wissen
  • Nicht zu fest aufdrücken
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Für Doodles und Pudel mit sehr dichtem Fell sind Zupfbürsten mit längeren Pins hilfreich, etwa die große Zupfbürste von Wahl.

So bürstest du richtig

  1. Ruhigen Moment wählen – nach dem Spaziergang, wenn der Hund müde ist.
  2. In Wuchsrichtung bürsten, Schicht für Schicht von unten nach oben.
  3. Empfindliche Stellen wie Bauch, Achseln und hinter den Ohren besonders vorsichtig behandeln – dort entstehen oft Knoten.
  4. Knoten nicht reißen: mit den Fingern lockern oder vorsichtig mit einem Kamm lösen. Starke Verfilzungen gehören in die Hände eines Hundefriseurs.
  5. Belohnen: Eine Leckmatte kann helfen, wenn dein Hund das Bürsten nicht mag.
Gesundheitscheck nebenbei

Beim Bürsten fallen Zecken, Hautveränderungen, Knoten oder Schuppen früh auf. Nutze die Pflege, um deinen Hund einmal komplett abzutasten.

Wie oft bürsten?

  • Kurzhaar: einmal pro Woche, im Fellwechsel öfter.
  • Langhaar und Locken: mehrmals pro Woche, besser täglich kurz.
  • Fellwechsel (Frühjahr und Herbst): bei Hunden mit Unterwolle täglich.

Hunde werden übrigens nur selten gebadet – zu häufiges Shampoonieren kann die Haut austrocknen. Wenn doch, dann mit einem milden Hundeshampoo.

Häufige Fragen

Welche Bürste ist für Hunde mit viel Unterwolle am besten?

Ein Unterwollrechen für die regelmäßige Pflege und ein Ausdünnwerkzeug wie der FURminator für den Fellwechsel sind eine gute Kombination.

Kann man einen Hund zu viel bürsten?

Ja, vor allem mit scharfen Ausdünnwerkzeugen. Rötungen, Schuppen oder kahle Stellen sind Warnzeichen. Weiche Bürsten und Gumminoppenhandschuhe sind dagegen auch täglich unbedenklich.

Muss ich meinen Hund scheren lassen?

Hunde mit doppeltem Fell (Unterwolle) sollten in der Regel nicht geschoren werden, da das Fell auch vor Hitze und Sonne schützt. Pudel und Doodles mit wachsendem Fell brauchen dagegen regelmäßig einen Schnitt.

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