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Nicht jeder Tag eignet sich für lange Spaziergänge. Bei Dauerregen, Hitze, nach einer Operation oder wenn du selbst krank bist, muss die Beschäftigung in die Wohnung verlegt werden. Die gute Nachricht: Geistige Auslastung ist für Hunde oft genauso ermüdend wie körperliche. Mit diesen 20 Ideen wird es auch drinnen nicht langweilig – und die meisten brauchen kein teures Zubehör.
- Nasenarbeit: Leckerlis suchen, Schnüffelteppich, Spielzeug verstecken.
- Kopfarbeit: Tricks üben, Intelligenzspielzeug, Namen von Spielzeugen lernen.
- Ruhige Beschäftigung: KONG, Leckmatte, Kauartikel.
Nasenarbeit: Die Königsdisziplin
1. Leckerli-Suche
Lass deinen Hund sitzen und warten, verstecke ein paar Leckerlis im Raum und gib das Signal „Such!“. Anfangs gut sichtbar, später hinter Möbeln oder unter Kissen.
2. Schnüffelteppich
Ein Teil der Futterration wird im Schnüffelteppich versteckt. Das ersetzt den Napf und beschäftigt mehrere Minuten. Schnüffelteppich ansehen
3. Hütchenspiel
Drei Becher, unter einem liegt ein Leckerli. Der Hund zeigt mit Nase oder Pfote, wo es liegt. Mit der Zeit kannst du die Becher vertauschen.
4. Kartons und Klopapierrollen
Leckerlis in leere Kartons, Eierkartons oder Klopapierrollen stecken, die Enden einklappen und den Hund auspacken lassen – nur bei Hunden, die Pappe nicht fressen.
5. Personensuche
Eine Person versteckt sich in der Wohnung, der Hund sucht. Das macht Kindern genauso viel Spaß wie dem Hund.
Kopfarbeit: Neues lernen
6. Tricks üben
Pfote geben, Rolle, Peng, Verbeugung: Tricktraining fördert Konzentration und Bindung. Fünf Minuten am Stück reichen.
7. Clickertraining
Mit einem Clicker markierst du den exakten Moment, in dem der Hund etwas richtig macht. Ideal für „Shaping“: Der Hund probiert selbst aus, was belohnt wird.
8. Spielzeuge benennen
Manche Hunde lernen die Namen vieler Spielzeuge. Beginne mit zwei Spielzeugen und belohne, wenn der Hund das richtige bringt.
9. Intelligenzspielzeug
Klappen, Schieber und Kegel – Denkspiele gibt es in mehreren Schwierigkeitsstufen.
TRIXIE Dog Activity Flip Board
Passt zu: Hunde mit ersten Denkspiel-Erfahrungen.
Rundes Strategiespiel mit drei unterschiedlichen Mechanismen: Kegel herausziehen, Deckel aufklappen und Schieber verschieben. Die Kombination verschiedener Aufgaben macht das Flip Board zu einem beliebten Spiel für Hunde, die das Prinzip schon kennen.
- Drei verschiedene Aufgaben auf einem Brett
- Kompakt und leicht zu reinigen
- Sehr beliebter Klassiker
- Kegel sind abnehmbar – Kauer sollten beaufsichtigt werden
- Für Profis auf Dauer zu leicht
Mehr Auswahl: Intelligenzspielzeug für Hunde.
10. Aufräumen lernen
Der Hund lernt, Spielzeug in eine Kiste zu legen. Ein schöner Trick – und praktisch.
Bewegung in der Wohnung
11. Mini-Parcours
Aus Besenstiel, Kissen und Stühlen entsteht ein kleiner Parcours: drüber, drunter, drumherum. Achte auf rutschfesten Untergrund.
12. Treppentraining
Langsam und kontrolliert Stufen hoch und runter – nur für gesunde, erwachsene Hunde und nicht im Galopp.
13. Zerrspiel
Ein kurzes Zerrspiel mit klarem Start- und Endsignal. Ein Baumwolltau eignet sich gut.
14. Body-Awareness-Übungen
Auf ein Kissen steigen, rückwärts gehen, über eine Leiter am Boden laufen: Das schult die Körperwahrnehmung und ist auch für ältere Hunde geeignet.
Ruhige Beschäftigung
15. Gefüllter KONG
Mit Nassfutter, Quark oder eingeweichtem Trockenfutter gefüllt und eingefroren – eine der besten Beschäftigungen für ruhige Stunden.
KONG Classic
Passt zu: Fast jeden erwachsenen Hund – als Kauspielzeug und Futterbeschäftigung.
Der rote Gummikegel ist seit Jahrzehnten ein Klassiker: Er springt unberechenbar, hält kräftige Kiefer gut aus und lässt sich mit Futter füllen. Gefüllt und eingefroren beschäftigt er viele Hunde lange. In mehreren Größen erhältlich.
- Befüllbar – auch zum Einfrieren
- Robuster Naturkautschuk
- Viele Größen von XS bis XXL
- Für extreme Kauer die schwarze Extreme-Variante wählen
- Reinigung des Innenraums braucht eine Bürste
16. Leckmatte
Lecken entspannt. Bestrichen mit Joghurt oder Nassfutter ist eine Leckmatte ideal nach aufregenden Situationen. Leckmatte ansehen
17. Kauartikel
Ein passender Kauartikel – zum Beispiel ein Ochsenziemer oder eine Kauwurzel – beschäftigt und baut Stress ab.
18. Massage
Eine ruhige Massage entspannt viele Hunde und stärkt das Vertrauen. Langsame, kreisende Bewegungen an Schultern und Rücken mögen die meisten.
19. Fellpflege-Ritual
Bürsten ist für viele Hunde Zuwendung pur – und gleichzeitig Gesundheitscheck. Passende Bürsten findest du im Ratgeber Hundebürste & Fellpflege.
20. Fenster-Gucken
Ein gemütlicher Platz mit Blick nach draußen ist für viele Hunde wie Fernsehen – solange sie nicht jeden Passanten verbellen.
Hunde brauchen viel Schlaf. Wenn dein Hund nach 20 Minuten Kopfarbeit tief schläft, hast du alles richtig gemacht. Überdrehte Hunde brauchen eher mehr Ruhe als mehr Action.
Wie viel Beschäftigung braucht ein Hund?
Das hängt von Rasse, Alter und Temperament ab. Ein Border Collie braucht deutlich mehr geistige Aufgaben als ein Mops. Als grober Richtwert gelten neben den Spaziergängen zwei bis drei kurze Einheiten mit Kopfarbeit von je fünf bis 15 Minuten.
Häufige Fragen
Wie lange sollte eine Trainingseinheit dauern?
Fünf bis zehn Minuten sind ideal. Lieber mehrmals am Tag kurz üben und aufhören, solange der Hund noch motiviert ist.
Mein Hund ist drinnen ständig aufgedreht. Was tun?
Oft fehlt es an Ruhephasen, nicht an Action. Feste Ruhezeiten, ein gemütlicher Rückzugsort und ruhige Beschäftigung wie Kauen oder Lecken helfen vielen Hunden, herunterzufahren.
Ersetzt Beschäftigung zu Hause den Spaziergang?
Für einen Tag ja, auf Dauer nicht. Hunde brauchen Bewegung, Umweltreize und Kontakt zu anderen Hunden. Indoor-Beschäftigung ergänzt den Spaziergang, ersetzt ihn aber nicht.




